Die Pfarrstelle Darmsheim ist zunächst eine Zeit lang „vakant“. Das bedeutet, dass die Nachbarkollegen die notwendigsten Dienste übernehmen (Beerdigungen, Taufen, Hochzeiten, Gottesdienste). Aber manches wird auch eine zeitlang liegen bleiben oder mit geringerem Aufwand erledigt werden müssen. Vakaturen können eine Art „Brache­Zeit“ sein, in der eine Gemeinde innehält und neu schaut: Was ist uns wichtig, was möchten wir beibehalten, was wünschen wir uns anders und neu?

 

Ein/e Kollege/in wird für den Kirchengemeinderat und das Sekretariat ansprechbar sein und die Dienste der Kollegen/innen koordinieren. Sobald das Dekanat geklärt hat, wer das sein wird, werden wir es bekannt geben. Wer in welcher Woche für  Trauerfälle ansprechbar ist, wird das Sekretariat im Mitteilungsblatt und auf der Homepage bekannt geben. Weil im Herbst Pfarrer Schwaderer in den Ruhestand geht und es im Bezirk noch weitere Stellenwechsel gibt, ist die Personalsituation im Pfarrdienst leider ab Herbst etwas angespannt. Ein anderer Kollege/in wird die Konfirmandenarbeit begleiten, unsere Jugendreferentin und Ehrenamtliche bringen sich dort stärker als bisher schon ein. Auf den Schultern der Pfarramts­-Sekretärin Sandra Dangel, der KGR­-Vorsitzenden Traude König und der  anderen Kirchengemeinderäte wird nun mehr lasten. Schonen Sie sie auch etwas!

Erfreulicherweise findet schon bald die nicht­öffentliche „Wiederbesetzungsitzung“ mit Prälat Rose statt. Dort wird der Text für die Stellenausschreibung besprochen. Voraussichtlich im Herbst (also am 15.09. oder am 15.10.) wird die Pfarrstelle ausgeschrieben. Dann haben Interessenten/innen drei Wochen Zeit, ihre Bewerbung beim Oberkirchenrat in Stuttgart abzugeben. Sie werden sich vorher den Ort und die Gebäude anschauen und ein Gespräch mit einem oder zwei Ansprechpartnern führen. Aber schon jetzt ist auf einer Liste im Internet sichtbar, dass die Pfarrstelle in Darmsheim neu zu besetzen ist. Diesmal ist es ein „Benennungsverfahren“, das heißt der Oberkirchenrat wird zwei bis drei Wochen nach Bewerbungsschluss nicht maximal drei, sondern nur einen Bewerber oder eine Bewerberin vorschlagen. Das Besetzungsgremium (das aus dem KGR und einer Person aus dem Kirchenbezirk besteht) hat dann vier Wochen Zeit, Gespräche zu führen, einen Gottesdienst in der bisherigen Gemeinde des Bewerbers zu besuchen und die Entscheidung zu fällen: Lassen wir uns auf diese Person ein und wählen sie zum/r neuen Pfarrer/in – oder lehnen wir ab und schreiben die Stelle erneut aus? Dann läuft das Bewerbungsverfahren erneut – bis es zum Erfolg geführt hat.

So wenig wie es perfekte Menschen oder perfekte Gemeinden gibt, so wenig gibt es perfekte Pfarrer/innen. Jeder hat seine Begabungen und Stärken und seine Schwächen. Wo man gegenseitig vor allem in den Stärken miteinander arbeitet und die
Schwächen gelassen erträgt entsteht ein gutes Miteinander. Die Auswahl des neuen Pfarrers ist ausschließlich Aufgabe des Besetzungsgremiums, das zur Verschwiegenheit verpflichtet ist. Realistisch ist es, dass ein neue/r Pfarrer/in allerfrühestens im Februar die neue Stelle antritt. Im Blick auf die Familie, die mit umzieht, finden Wechsel meistens um Schulferien herum statt, oft auch am Beginn von neuen Schulhalbjahren oder auch Schuljahren. So kann der Dienstbeginn auch erst im Sommer 2019 oder noch später sein.
Ihr abziehender Pfarrer Michael Jung